Seit 70.000 Jahren ist unser Gehirn so weit entwickelt, dass wir Dinge denken können, die es nicht gibt. Das war der Zeitpunkt, an dem der Mensch beginnen konnte, Erfindungen zu machen, sich Dinge zu überlegen und Lösungen für Probleme zu finden.

„Ein Affe zum Beispiel würde nie eine Banane hergeben, wenn man ihm dafür verspricht, dass er nach dem Tod in den Himmel kommt.“[1] Der Mensch würde noch viel mehr hergeben, um in den Himmel zu kommen. Diesen Gedanken von Renée Schröeder können wir sehr konstruktiv nutzen. Wir können neue Möglichkeiten denken und sie somit Wirklichkeit werden lassen. Dazu sind jedoch ein wenig Anstrengung und Konzentration nötig. Der blaue Elefant entsteht auch nicht, in dem ich nur an ihn denke. Und das ist mit Sicherheit gut so. Konkrete Gedanken zu Werten und Einstellungen haben einen Einfluss auf unsere Wahrnehmung und damit auf unser Handeln. Wer kennt die Idee der Selffulfilling Prophecys, die Welt der Selbsterfüllenden Prophezeiung denn nicht. Wenn Sie der Meinung sind, dass das heute ein ganz schlechter Tag wird, …

In dieser Session (beim WorkVision BarCamp #5) geht es mir nicht um Horoskope an sich, sondern um die Möglichkeit, die uns unsere Aufmerksamkeit schenkt. Ganz im Sinne von Anders Indset: Wir müssen Alchemisten werden, von der wunderschönen Normalität, in der wir leben und das können wir trainieren. https://youtu.be/gJSpgXBsNJQ


[1] Schröeder, Renée (2016): Die Erfindung des Menschen. Wie wir die Evolution überlisten. Residenz Verlag, S.63