«Jeder Mensch erfindet sich früher oder später eine Geschichte, die er für sein Leben hält, oder eine ganze Reihe von Geschichten.» Max Frisch, Mein Name sei Gantenbein

Seit der Mensch Beziehungen gestaltet und kommuniziert, sind Narrative ein tiefschürfendes Instrument zur Gestaltung gemeinsamer Realitäten. In der Entwicklung agiler Unternehmensführung bestimmen kreative Lösungskompetenzen wesentlich über Performance und eine gesundheitsförderliche Kultur. Während Altes wegbricht, fehlt oftmals die Orientierung für das Neue. Begriffe fehlen oder sind wie z. B. New Work noch inhaltsleer und divers besetzt. Es gilt die Gleichung: Organisation = Kommunikation x Beziehung. Die Anstrengungen, agile Unternehmensentwicklung mit Handbüchern zu agilem Führen fassbar zu machen oder der Umstand, dass junge Stellensuchende «flache Hierarchien und gute Aufstiegschancen» suchen, sind Ausdruck von Suchbewegungen und Paradoxien der heutigen Arbeitswelt. Märchenmotive geben dem Menschen seit uralter Zeit Orientierung, stiften durch ihre intuitiv erfassbare Sinn- und Symbolkraft Anknüpfungspunkte für schöpferische Prozesse und wecken das innere Kind im Erwachsenen.

In dieser Session haben die Teilnehmenden die Wahl zwischen drei Begriffen: «Orientierung», «Chaos» oder «Haltung». Zum Gewählten erzählt Armin Ziesemer ein thematisch naheliegendes Märchen. Danach ergründen wir gemeinsam lösungsoffen die Bedeutung und Sinnzumessung seiner Inhalte für eine agile Unternehmensführung.

Armin Ziesemer ist Fachexperte für Betriebliches Gesundheitsmanagement in der Früherkennung und -intervention. Der gebürtige Schweizer und Wahlsalzburger verfügt als Betriebsökonom über eine breite und tiefe Praxiserfahrung u.a. aus der Industrie und Familienunternehmen. Er nutzt die Transaktionsanalyse in der Organisationsentwicklung und im Coaching. Als zertifizierter Märchenerzähler ergänzt er Entwicklungsprozesse mit Wirkmechanismen der Volksmärchen in der Führungsarbeit, sowie Prozess- und Kulturgestaltung.

(c) Patrick Langwallner