Unternehmen können die hohen Ansprüche an New Work verwirklichen. Ganz im Sinne des Ei´s des Kolumbus: Wir tun es! Mit Unterstützung des ei-Instituts. Denn: Glückliche Menschen haben Erfolg. Was glückliche Menschen so gar nicht brauchen können, sind Führungskräfte, die das emotional intelligente Handwerk nicht verstehen.

Nachstehend der Artikel „Toxische Führungskräfte“ von Chris Holzer, der in der Gastbeitragsreihe auf der Karriereseite der Salzburger Nachrichten am 9. Jänner 2021 veröffentlicht wurde.

Es gibt Führungskräfte, die nehmen Krankenstände mit ins nächste Unternehmen, heißt es. Es gibt toxische Führungskräfte, die sich selbst als unersetzbar positionieren, indem sie andere abwerten. Psychologe Hamid Peseschkian spricht von „Psychovampiren“. Das Schwächeln rund um sie hat System und stärkt ihre Position. Ein Arrangement ist schwer möglich, Flucht oftmals die einzige Chance.

Angestellte überlasten: Mitarbeiter sind oft talentiert und ehrgeizig. Sie neigen dazu, sich selbst zu überlasten und ergreifen gerne die Gelegenheit zu zeigen, was sie können. Eine ambitionierte Pflegedienstleiterin hat mir von einem Mitarbeitergespräch mit ihrem Chef erzählt, in dem Sie ihre Überlastung geschildert hat. Fazit des Gesprächs waren zwei neue zusätzliche Projekte. Sie verließ das Unternehmen.   

Angestellte nicht loben: „Nicht geschimpft, ist gelobt genug.“ „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser“. Zwei weithin bekannte Binsenweisheiten. Man vergrausigt Menschen, wenn man viele Aufgaben vergibt, die Zeit zum Bewältigen knapp hält und von Lob absieht.

Leidenschaften behindern: Auch wenn Menschen manchmal in ihrer Hingabe über das Ziel hinausschießen, sind es die Leidenschaftlichen, die hohe Leistungsergebnisse erzielen und daraus persönliche Motivation ziehen. Eine penible Reduktion auf Kernaufgaben und stupides Abarbeiten von Aufträgen lösen kreative Kräfte in Luft auf.

Kein Verlass: Vereinbarungen werden gebrochen, umgedeutet, die Schuld weggeschoben. Das passiert, wenn sich Führungskräfte darauf konzentrieren, selbst immer am besten dazustehen. Mitarbeiter leiden unter dieses Verhältnissen.

Hohe Fluktuation im Unternehmen ist meist kein Zeichen von schlechtem Personal am Markt. Unterziehen Sie die Führungskräfte einem Persönlichkeitscheck.